Margarete Weiss

Margarete Weiss stellt sich vor:

Geboren 1950 in Niederösterreich.
Seit meiner Parkinsonerkrankung nütze ich die vermehrte Zeit, um meine Gedanken, verschiedentliche Problematiken meines Umfeldes
In Gedichtsform zu "verarbeiten".
Ich habe auch schon einen Erlebnisbericht über meine Arbeit "Blitzlichter" aus der Arbeit mit Kindern im Eigenverlag herausgebracht und arbeite derzeit an einem autobiografischen Bericht "Das verlorene Gesicht". Diese Beschäftigung hilft mir beim Umgang mit meiner Erkrankung.

eMail: margarete_weiss@hotmail.com
Homepage: ohne

Alle Rechte bei der Autorin

Die Wegweiser

Kein Lebensweg geht g’rad dahin,
mal geht’s bergauf, mal geht’s bergab.
Ich denke, das hat seinen Sinn,
Kämpfen und lernen heißt’s bis ans Grab.

An den Strassen uns’res Lebens,
Gibt’s Kreuzungen und Kreisverkehr.
Ohne Plan sucht man vergebens
und irrt verzweifelt kreuz und quer.

Jedoch, wenn man genauer schaut,
Wegweiser an jeder Kreuzung steh’n.
Wer sie sieht, darauf vertraut,
darf mutig durch sein Leben geh’n.

Schau ich auf meinen Weg zurück,
oft galt es da, sich zu entscheiden.
„Ist falsch der Weg, bringt er mir Glück,
soll ich dieses Wegstück meiden?“

Ich bin gewiß, zu allen Zeiten
ein Freund an jeder Kreuzung stand.
Der war bereit, ein Stück mich zu begleiten,
war ich müd’, er reichte mir die Hand.

Ging ich auch falsch, ein kleines Stück,
ein Umweg war’s, das kann passier’n..
Ich fand zum richtigen Weg zurück,
war ich mal blind, ließ ich mich führ’n.

Ihr Menschen, die mir wichtig waren,
die ihr mit mir gelacht, geweint.
Sind wir auch getrennt seit Jahren,
im Herzen bin ich noch mit euch vereint

Denn ihr habt dazu beigetragen,
dass ich im Leben viel geschafft.
Dafür möchte ich „Danke“ sagen,
denn Eure Liebe gab mir dazu Kraft.

10 Gebote des positiven Denkens

(10 Gebote von Hannelore Sturm, in Reimen gesetzt von Margarete Weiss)

Sei stolz auf dich, du bist es wert,
nimm deine Talente dankbar an.
Sich klein zu machen ist verkehrt,
jeder hat etwas, was er besonders gut kann.

Grenzen setzen ist sehr wichtig,
achte, dass man sie respektiert.
Ein „NEIN“ zur rechten Zeit ist wichtig,
damit man nicht zerrieben wird.

Sei gut zu dir, auch wenn es schwer fällt,
mit Nachsicht sieh dich selber an.
Du bist das Wichtigste, das zählt,
lass Böses nicht an dich heran!

Schlechtes Gewissen ist nur dann am Platz,
wenn du dir selber nichts mehr wert.
Sonst, glaub mir, ist es für die Katz,
weil es dein Leiden nur vermehrt.

Du allein nur bist im Leben,
verantwortlich für all dein Tun.
Ein großes Ziel such’ anzustreben,
geh’ darauf zu, du darfst nicht ruh’n.

Sei stark und glaub’ an deine Kraft,
dann wird nicht alles dich gleich kränken!
Ärger, den ein anderer schafft,
sollst du nie Bedeutung schenken!

Sag klar und deutlich, was du meinst,
dann kann jeder dich versteh’n.
Was nützt es, wenn du nachher weinst,
Wünsche und Gedanken kann niemand seh’n.

Hab dich lieb, mit deinen Fehlern und Stärken,
beide gehören sie ja zu dir.
Akzeptiere dich und du wirst merken:
„Auch das Umfeld ist plötzlich netter zu mir!“

Stell deinen Erfolg nicht selbst in Frage,
du darfst schon auf dein Können baun’.
Glaub daran und du meisterst jede Lage,
du musst nur auf dich selbst vertrau’n.

Tu Gutes dir an jedem Tag,
lächle dir freundlich im Spiegel zu.
Der wichtigste Mensch, das ist ohne Frag’,
für dich kein anderer als DU!

Der "Lebensgefährte"

Der Körper versinkt im Schmerzenssee,
es zieht und sticht im Rücken,
der Schlaf, er flieht, ob solchem Weh
er lässt sich nicht mehr blicken.

Im Kopf dreht sich ein Karusell,
besetzt mit wirren Gedanken.
Der Schmerz, ein windiger Gesell,
durchbricht hier alle Schranken.

Die Stunden schleichen sich dahin,
unendlich lange ist die Nacht.
So schnell ich eingeschlafen bin,
bin ich auch wieder aufgewacht.

Minuten dehnen sich zu Stunden,
eine Qual ist’s, auf die Uhr zu sehen.
Die richtige Lage ist nicht gefunden,
doch schwer ist es, sich umzudreh’n.

Einen Lebensgefährten, der mich quält
den würde ich gerne vertreiben.
Ich habe ihn nicht ausgewählt,
doch er wird treu mir bleiben.

Parkinson heißt dieser treue Freund
umfängt mich mit eisernen Armen.
Für immer ist er mit mir vereint
er liebt mich und hat kein Erbatmen..

Der Wunsch

Vor einiger Zeit, des nachts um vier
das Mondlicht fiel sanft in den Raum,
stand plötzlich eine Fee vor mir,
war’s Wirklichkeit, war es ein Traum?

“Du hast einen Wunsch heut frei!
Denk an den Wunschtraum deines Lebens.
Schnell war dieser Spuk vorbei,
Was wünscht’ ich mir bis jetzt vergebens?

Ich dachte nach, dann fiel mir ein:
so oft schon wünschte ich mir eben:
“Wie gern’ würd’ ich ein Vogel sein,
ach,frei in den Höh’n dahinzuschweben!“

Ich möchte als Adler die Flügel entfalten,
einmal nur der König der Lüfte sein!
Ausgesetzt, den Naturgewalten,
zu nisten hoch über Fels und Gestein!

Oder seh’ ich mich als Vogel der Nacht
der lautlos über die Felder streift?
Mit scharfen Augen bewacht,
was leise durch die Büsche schleicht.

Gerne wäre ich auch eine Nachtigall,
die auf den Feldern fröhlich singt..
Ich sänge dann die Lieder all,
mit denen sie uns Freude bringt.

Zur Überlegung bin ich noch bereit
Ob ich gern wär, ein kleiner Spatz.
Futter findet er jederzeit,
doch zu gefährlich ist Nachbar’s Katz’!

Lange denk’ ich hin und her,
was sag’ ich der Fee,die Antwort ist wichtig!
Was ist nun mein Begehr?
Welche Lösung ist hier richtig?

Doch hab ich meinen Wunsch bereit,
ehe zu Ende geht die Nacht:
Ich bitte um Zufriedenheit
und bleib’, was Gott aus mir gemacht!