Jason Hardfort

Jason schreibt über sich:

Ich bin 26 Jahre alt* und schreibe schon seit einigen Jahren Gedichte und Kurzgeschichten. Mein zweites Hobby ist die Musik; nebenbei produziere ich auch noch eine junge Sängerin. Diese Texte schreibe ich allerdings nur in Englisch.
Wenn ich mit meinen Gedichten auftrete, versuche ich diese auch immer mit selbstkomponierter Hintergrundmusik akustisch zu untermalen. Das kam bis jetzt auch sehr gut an.

Alle Rechte beim Autor.

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*Das ist nun schon eine ganze Reihe von Jahren her (Anmerkung Webmaster)



Des Lebensmuts Castell

Tiefe Schmerzen zwingen sie
zu vergraben ihren Mut
Und die Hoffnung schimmert wie
des Weges ew'ges Eis und Glut

Kleine Funken stehen versunken
auf des Himmelbetts Gestell
Und ihre Ferne wird verbunden
durch des Lebensmuts Castell

Keine Richtung-
Keine Zeichen Aus des Lebens tiefem Schacht
Lass mich nur durch und brechen
der Schweremutes Macht

Bleibe stehen, edler Traum der Ehre
Und eile nicht herbei
Will nicht erwarten voller Schwere
des Lebens allerlei

A Great New Life

Da liegt sie nun
In sanfter Stille
Kein Lüftchen biegt das Korn
Ihre Kraft, das ist ihr fester Wille
„A great new life is born“

Und die Sonne funkelt stetig
Auf ihre junge Haut
Bei ihr gibt’s kein „Gibt’s nicht, geht nicht“
Ihren Mut ihr keiner klaut
„A great, great girl, I thought“

Und ihre Sinne lässt sie fliegen
Hoch über Berg und Tal
Und einer lässt ihr Herz erliegen
„A great friends life is tall“

Er sucht sie, kann es nicht begreifen
Warum sie ihn verlassen hat
Versucht’s verzweifelt zu erreichen
„A great old love is bad“

Am Abend aber als die Sonne
Versinkt im Abendrot
Er immernoch erliegt der Wonne
„Sie ist doch wohl nicht tot?“
Und meint die Liebe, die lang‘ sie ihm schenkte
Das Leben ist auch grob und rauh
Ob manchmal er zu oft sie kränkte?
„A great old love is over now“

Suizid

Die Kälte drang schnell an mich ran
Bald ist es Nacht- und was kommt dann?
Ich blickt‘ nach oben unterdessen-
Wem gehörte das und wessen
Bild ich jetzt auch immer sah...
War er fern nur? War er nah?

Ging sein Blick auch zum Himmel
Der gar voll ist vor Gewimmel?
Sterne, Sonnen, Monde dort
Ein großer Knall – bald sind sie fort

All das konnte mich nicht schrecken
Es konnt‘ eher mich aus dem Traum erwecken
Den ich träumte nun zu glauben Oder...
glaubte nun zu träumen?

Wie auch immer, es war das
Was mich immer ohne Hast
Trieb und trieb mich immer weiter
Zum Ende hin-
Wo ist der Reiter?
Der mit knöchernem Gesicht mir folgte
Nur das Licht des Tages scheute.

Doch nun war Nacht-
Wo ist die Macht
Der ich grinste ins Gesicht?
Oh nein, mein Tod, du kriegst mich nicht
Eher wird‘ ich verrückt und töt‘ mich selbst-
Was immer du auch davon hältst!

Denn halten nicht kannst du mich ab
Wenn ich steigen will ins Grab
Und wenn ich bin da unten
Schon nach Sekunden, Minuten, Stunden...

Jetzt, wo mich keiner mehr zu sehen kriegt
Nun hat der Tod mich doch besiegt.

Machtlos

Noch habe ich nicht aufgegeben
Ein Nebel zieht mich rein ins Licht
Ich atme noch des Lebens wegen
Mein Herz in seinem Schlage bricht

Was ist geschehen in den Zeiten
Die ich habe noch erkannt?
Beginnt es nun, das laute Schweigen
Die Seele flieht – ich bin verbannt

Machtlos treibe ich hinein
Und kann mich nicht bewegen
Auf in den hellen Schein
Auf kahlen kalten Wegen

Des Spielers höchster Sinn

Von seiner Umwelt kriegt er nichts mehr mit
Nur die Hoffnung auf das große Geld
Und einen weiteren Kredit
Der jetzt schon nicht mehr in die Waage fällt

Zu hoch ist seine Schuldenlast
Als das er jemals kommen würd‘ daraus
Sein Hab und Gut hat er verprasst
Autos, Konten und das Haus

Wie starr sein Blick gerichtet ins Verderben
Und merkt es trotzdem nicht
Er hofft, dass er alsbald wird erben
Bald endet Vaters Lebenslicht

Dann hätt‘ er keine Schulden mehr
Wär sorgenfrei und hätte viel
Die Kassen wären nicht mehr leer
Und dann?
Dann geht’s zum nächsten Spiel

Den selben Fehler

Die Geschichte lehrt uns manchmal Sachen
Die wir zu dumm sind zu verstehen
Meist den selben Fehler wir noch einmal machen
Ein drittes Mal passiert er nicht? Es bleibt wohl nichts als flehen

Ästhetik?In Movement ?„Der Tanz“

Ihr Brustkorb- er hebt sich schon wieder ein Stück
Die Muskeln- gespannt, erwartet ihr Glück
das besteht aus Bewegung und Freude darauf-
Denn gleich geht es los und nimmt seinen Lauf

Die Augen- gerichtet ins Publikum
Sie atmen nicht mehr, die Reihen sind stumm
Das letzte Mal in voller Pracht
schliesst kurz sie die Augen-
Das Leben erwacht...

Denn jetzt sie sich ihrem Tanze ergiesst
Ein Gefühl der Erlösung von innen her spriesst
Sieht nicht mehr die Menschen-
Die schauen sie an Ist sie ihren Wünschen...
So nah kommt sie ran

Die Zeit, die sie fühlt
Real ist sie nicht Hat nur sie ein Ziel
Das scheinbar so dicht
Und viele sie lieben deswegen gar sehr
Und zeigen sie ihr doch scheinbar so schwer

Do-dong...
Ihr Herz, das schlägt und ihr sagt:
„Gib alles, was du zu geben vermagst“
Und zeig ihnen das letzte, was wollen sie sehen
Die Musik erlöscht Und jetzt bleibt sie stehen...
Doch das Ende kommt nicht
Die Freude- sie bleibt Das Licht- es erlischt
Gar schön war die Zeit
Und all diese Menschen, die schauen sie an
Fühl’n sich ihr so nahe und kommen nicht ran

Jetzt stehen sie auf
Der Applaus, er beginnt
Sie haben es lieb
Dies ästhetische Kind
Das mit seiner Bewegung die Schatten vertrieb
Und schauen sie an... wenn doch für immer sie blieb