Dietlinde Heider

Dietlinde Heider schreibt über sich:

Das Licht der Welt erblickte ich in Wildenschwert. Meine glückliche Kindheit und Jugend verbrachte ich in Schwalmstadt/Oberhessen. Die damals noch unberührte Natur bot einen großen Freiraum, um die Natur hautnah kennenzulernen. Heute lebe ich in Kriftel bei Frankfurt/M, wo ich in der Universitätsbibliothek Frankfurt/Main (Handschriftenabteilung, Horkheimer-Archiv) ein meinen Neigungen entsprechendes, interessantes Betätigungsfeld (alte Handschriften, Inkunabeln) fand. Durch die in meiner Kindheit erfahrene Prägung wurde ein wichtiger Grundstein für mein heutiges kreatives Schreiben und Malen gelegt. Meine Naturerlebnisse bilden den Urgrund meines künstlerischen Schaffens, aus dem meine Haiku entstehen.

eMail: dietlinde.heider@web.de
Homepage: Haiku Linde

Alle Rechte bei der Autorin


 

Einige Haiku

Seerosenteppich -
silberwellengeschaukelt -
libellenbesetzt

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Tönen die Blüten?
Blühen die Töne im Baum ?
Vogelgezwitscher !

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Sonnenstrahlen - neu
geboren in den Blüten
gelben Löwenzahns.

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Blühende Linde -
Kindheitserinnerungen -
sind duftdurchzogen.

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Sonnenlichtseide -
tragbar auf der blanken Haut
ist maßgeschneidert.

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Singend kam der Lenz!
Ein Vogellied, eingerahmt
von Apfelblüten.

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Rote Mohnblüten -
wie Schmetterlinge im Wind
tanzend und gaukelnd.

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Wie Ton bist du in
den Händen deines Schicksals.
Manchmal gibt’s Scherben.

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Ich schenk ein Lächeln,
duftende Rose am Zaun,
im Vorübergeh`n.

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In die Lüfte schwingt
sich freudig in endloser
Freiheit die Lerche.